Die Amalienpresse ist ein Liebhaberverlag.
Er gönnt sich zu veröffentlichen, was seinem Autor
und Herausgeber Wolfgang von Polentz gefallen hat und vielleicht
auch andere reizen kann.
Mit Anastasius, dem kindlichen Entdecker, betritt die kleine
Edition im Sommer 2007 den Marktplatz und „besieht
die Welt“. Zwei Bilderbücher der wunderbaren
polnischen Illustratorin Agnieszka Żelewska drängen
nach und stellen sich als nächste vor.
Im Januar 2009 öffnet sich mit „Wernher des Gärtners
Helmbrecht in neuen Versen“ der Rake’s
Progress eines Bauernsohns vor 800 Jahren –
von der Hoffahrt über Wegelagerei und Mord hin zur
Henkersschlinge. Satirisch-alltagskluge Poesie des späten
Mittelalters in Paarreimen von heute. Ein weiteres Erkundungsbuch ferner Poesie erscheint im November 2009: „Ich komm aus der Stille. Fünfzig Gedichte aus dem alten Vietnam“.
Die Amalienpresse hat die Absicht, sprachliche
und grafische Schönheit einander zu gesellen. Als
erstes von mehreren Büchern mit Gedichten für
Kinder erscheint im April 2011 ein Bilderbuch aus dem 19.
Jahrhundert: „Die Fahrten der Walnuss“. William
Roger Snow, ein aus dem Dienst entlassener Kolonialoffizier,
hat es unter dem Pseudonym R. André in prächtigen
Lithographien im viktorianischen Stil gezeichnet und koloriert
und dazu humorvolle Verse geschrieben. Zwei gewitzte Kinder
gehen auf Weltreise. Very British! Dem folgt im September
2011 „Taffy ist ein Gauner. Englische Kinderreime“,
zusammengestellt aus Sammlungen des 19. Jahrhunderts und
illustriert mit vielen zeitgenössischen Zeichnungen.
Als Kontrast stellt sich unmittelbar danach ein postmoderner
Comic mit den Bildern und Ahnungen von Günter Hoffmann
vor, angestachelt durch ein paar läppische Kinderverse: „Die
Pilgerfahrt nach Kummernuss“. Herausgekommen ist
eine Art Schauermärchen.
Mit „Des armen Rotkehlchens Tod und
Begräbnis“ wird im März 2012 ein weiteres
grafisches Kleinod des 19. Jahrhunderts der Vergessenheit
entrissen. Henry Louis Stephens hat seine kräftigen
Charakterbilder zu den Versen eines alten englischen Volksgedichts
gestellt. Unmittelbar darauf folgt „Die Lokomotive.
Im Flugzeug“. Die Kindergedichte von Julian Tuwim
(1894 – 1953) werden in seiner polnischen Heimat
noch heute jeden Tag gelesen. Zwei der beliebtesten werden
hier mit den Bildern von Anna Zunterstein in einer Neuübersetzung
vorgestellt. Eine Sammlung der Kinderverse von Julian Tuwim
ist in Vorbereitung.
Volksmund sagt, die Augen sind größer als der
Magen. Hier also: größer als das Portemonnaie,
das ernährende Organ auch eines Buchverlages. Die Amalienpresse
kann es sich nicht leisten, alles zu drucken, was machbar
und wünschenswert ist. Um dennoch den geneigten Leser
teilhaben zu lassen an dem, was den Verleger umtreibt, sollen
hier in drei Abteilungen Bücher und Ideen vorgestellt
werden:
-
Bücherliste
-
In Vorbereitung
-
Aus der Schublade
Meinungen jeder Art sind willkommen, benutzen
Sie bitte das *Kontaktformular.
Alle, die Bilder malen und zeichnen, sind eingeladen, sich
vorzustellen.

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